Einer dieser Tage
Dass mir der Berater heute mitleidig ein Taschentuch reichte, nachdem ich schon alles zweimal abgesucht hatte, hätte ein Zeichen sein können. Spätestens als mir nach 20 min einfiel, welches äußerst wichtige Dokument ich außer meiner Brille und den Taschentüchern zu Hause liegen gelassen hatte, hätte mich stutzig machen können. Doch dies wurde ich noch immer nicht, als ich, trotz zwei mal durch die Stadt rennen um das Vergessene einzusammeln, unverrichteter Dinge das Haus verließ. Auch nicht, als im Laden das gewünschte Set nicht vorrätig war, und ich somit alles einzeln erwerben mußte. Immerhin erhielt ich einen winzigen Rabatt. Erste Zweifel kamen mir, als ich das Kabel, das zu dem Gerät dazugehört, sich einfach nicht finden ließ. Ich habe es zwar zwei Jahre nicht benutzt, kann mir jedoch nicht vorstellen es weg gegeben oder sogar entsorgt zu haben. Es muß irgendwo sein! Keine Chance.
Erst als das Glas samt Inhalt auf dem Fußboden zerschepperte und ich in der Lache kniete und Splitter einsammelte, wunderte ich mich. Is klar, dass später der Saft zum Großteil die Wasserflasche verfehlte und der Deckel vom Pulvere in der Milch landete.
Hoffentlich endet es heute damit, dass ich mir soeben bei einer einfachen Rückziehbewegung den Knöchel höllisch am Schreibtischbein gestoßen hab. Nicht ganz unerwähnt sollen die endlosen Beinahe-Situationen bleiben, deren Aufzählung im Einzelnen zu lange dauern würde.
An manchen Tagen sollte man sich echt außer Reichweite gefährlicher Gegenstände hinsetzen und bloß nichts anfassen.
cyclop