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Wasserlöslich

Ich komme zu mir und nehme nur langsam meine Umgebung wahr. Überrascht, stelle ich fest, dass ich mich in einer bis dato leeren Wasserflasche befinde. Allerdings fühlt sich der Boden bereits feucht an und wird zunehmend mit Wasser bedeckt. Ich weiß, dass mich dieses Wasser auflösen wird. Tatsächlich fühlen sich meine Fußsohlen schon ganz weich und aufgequollen an. Also klettere ich die Wand hoch um dem Wasser und der Enge zu entkommen. Schließlich bin ich keine Jeanie. Endlich einmal bin ich dankbar für die Rillen und Ausbuchtungen, die mich sonst immer so nerven und mich dazu bringen das Etikett kaputtzumachen. Sie bieten genügend Halt um mir einen langsamen aber stetigen Aufstieg zu sichern. Bloß nicht runter sehen! Sonst wird einem schwindlig. Endlich bin ich fast ganz oben angekommen. Und ich bin schon recht stolz auf mich, es überhaupt soweit geschafft zu haben. Aber die letzten Meter stellen mich vor ein schwieriges Problem: Die Wand verjüngt sich zum Flaschenhals und ist scheinbar absolut glatt. Und während ich wie Spiderwoman in der oberen Ecke festgekrallt bin kommen mir Gedanken wie: ‘Wo zum Teufel soll ich mich da festhalten? Wie soll ich jemals durch den Flaschenhals passen? Was mache ich, sollte ich hier jemals rauskommen? Naja darüber kann ich nachdenken wenn ich soweit bin. Und das kann noch dauern.’ Na vielleicht doch nicht so lang. Ein kurzer Blick nach unten zeigt, dass der Wasserspiegel stetig steigt und mich bald eingeholt hat. Kleine Schritte sind angesagt und die aber schnell. Es hilft ja alles nix. Meine Chancen nach oben stehen wesentlich besser, als auf das Wasser zu warten und in Lösung zu gehen. Das hätte ich schon zwei Stockwerke tiefer haben können und dafür hätte ich mich auch nicht so anstrengen müssen. Irgendwie klemme ich mich gegen die sich verjüngenden Deckenseiten und finde dann doch hier und da eine kleine Unebenheit, so dass ich bald schon mit den Händen die Verdickung zum Flaschenhals greifen kann. Meine einzige Chance ist jetzt eigentlich nur noch, mich einmal beherzt abzudrücken und hoffentlich den Flaschenrand greifen zu können. Das mache ich dann auch. Ich nehme Schwung (soweit das eben geht) und drücke mich ab. Ich sehe wie meine Hände durch den Hals hindurch aus der Flasche heraus ragen. Ich versuche umzugreifen und wache in dem Momtent auf, in dem ich die Flasche von außen berühre.

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Träume

2 Kommentare zu ' Wasserlöslich '

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  1. Philipp schrieb, am 26. November 2006 um 2:46 am

    Das wurde aber auch Zeit….
    EIN TRAUM! juhuuuuuu

    aber man sieht soooo sehr, was du studiert hast: “(…)der Wasserspiegel stetig steigt”… schlimm schlimm.

    ich will mich aber gar nicht beschweren. hauptsache Traum!!

  2. glyxkind schrieb, am 26. November 2006 um 1:52 pm

    Nichts kann man dir recht machen. Hält man sich schon zurück und sagt nix von ‘es könnte ja auch HF sein was einem da entgegenkommt’.
    Aber nu is eh zu spät.

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