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Eine Weihnachtsgeschichte

Man merkts: die Weihnachtszeit naht. Mütter werden zunehmend gereizter, die Temperaturen sinken, hier und da fällt die eine oder andere Schneeflocke und die Menschen auf den Strassen vermummen sich bis zur Unkenntlichkeit.
Und so kommt es, dass die Menschen ihre Weihnachtsbeleuchtung
hervorholen um die ganze Nachbarschaft an ihrer Vorfreude auf dieses Fest der Liebe, Familie und Gemütlichkeit teilhaben zu lassen.
Doch auch hier neigt der nach Westen blickende Deutsche zu
Konkurrenzkampf und Größenwahn. Wer erinnert sich nicht an Stenkelfeld. Ähnliches scheint sich nun allerorts anzubahnen.
So auch in meiner Nachbarschaft. Seit den 7 Jahren die wir hier jetzt schon wohnen, guckt ein jeder über den Zaun zum Nachbarn, um diesen in Einfallsreichtum, was die Verschönerung von Haus und Vorgarten betrifft, zu übertreffen. Dabei gibt es
zwei allgemeine Stilrichtungen: Scheinbar chaotisches drapieren der Elektroleuchten über Bäume, Sträucher und Zäune - und sorgfältiges Einwickeln und Umranden der Bäume und Hauswände.
Hinzukommen Figürchen, blinkende Sterne und Schwippbögen in den Fenstern.
Ich muß gestehen, dass meine Familie wahrscheinlich mit zu den
Vorreitern dieser Bewegung gehörte. Allerdings sind die Glanzzeiten weit vorbei. Die Ketten sind marode, der Weihnachtsstern fällt auseinander und niemand hat mehr so richtig Lust aufs Dach zu steigen und alles zu befestigen. Ich finde auch, dass das Ergebnis den Aufwand nicht rechtfertigt.
Und heute ist es wieder soweit. Normalerweise findet das feierliche Anzünden bzw. “in-die-Steckdose-stecken” am ersten Advent statt. Doch da ich diese Pläne mit meinem Umzug durchkreuze, wurden heute schon die Lichterketten hervorgekramt. Aus den sieben oder acht vorhandenen Ketten, konnten drei funktionierende zusammengesteckt und aufgerollt werden.
Dazu gesellt sich der Weihnachtsmann auf dem Mond und die
Sternchen-Vorgarten-Stabkette.
Der Plan lautet: Einmal den Eingang umrahmen, die Rotbuche in Licht drapieren und wenigstens eines der kleinen Apfelbäumchen einhüllen. Dazu den Zaun entlang die Sternchen stecken. Der Weihnachtsmann nimmt seinen angestammten Platz am Dachbalken ein.
Und so wird ein letztes Mal an Wärme gedacht bevor man sich in den nasskalten Regen hinauswagt und zur Tat schreitet. Was muß das muß!
Einen fröhlichen Voradvent!
Glücklicherweise bin ich zwecks Packen von den Außenarbeiten entschuldigt.

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Ein Kommentar zu ' Eine Weihnachtsgeschichte '

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  1. Philipp schrieb, am 21. November 2005 um 6:31 pm

    uiiii, es weihnachtet!

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