In der Luft und auf der Erde
Mein Trainer K macht mit uns einen Test. Er ist total unzufrieden mit uns. Trotzdem kriegt am Ende jeder von uns Unmengen an Schokoladenpralinen. Dann gehen alle in die Umkleide und wechseln die Klamotten.
Wir machen alle zusammen einen Ausflug und zwar in einen dieser riesigen Ballons. So ähnlich wie der am Potsdamer Platz. Dorthin gelangt man mit dem Hubschrauber. Der Landeplatz ist über eine Infostraße mit dem Ballon verbunden. Alles schwebt etwa 1000m über der Stadt.
Wir befinden uns schon auf dem Rückweg zum Landeplatz. Und auf einmal lauf ich nicht wie alle anderen die Infostrasse entlang sondern hänge draußen an dem Gerüst, das dem ganzen sein Form und Stabilität verleiht. Ich hab keine Ahnung wie ich dorthin gekommen bin, denn ausser am Hubschrauber-Landeplatz gibt es keinen Weg nach draußen, aber bis dorthin ist es noch ein langer Weg. Meine Leute gucken mich verdutzt durchs Fenster an. Sie scheinen gar nicht überrascht zu sein, dass ich hier draußen bin und sie dort drinnen. Sie sehen auch nicht besorgt aus, sondern irgendwie gefühllos. Wie eine leere Hülle. Langsam und kräftezeerend hangel ich mich an den einzelnen Streben entlang um evtl. die Plattform zu erreichen und mich auf ‘festen’ Boden zu retten.
Ich weiß nicht ob und wie ich es geschafft habe. Aber es muß mir wohl gelungen sein, denn auf einmal befinde ich mich in P mitten in der Stadt. Es sieht zwar alles anders aus, und ich finde mich nicht wirklich zurecht, aber mein Gefühl sagt mir das ist die Stadt in der ich aufgewachsen bin.
Ich steige in die Straßenbahn ein. Eigentlich möchte ich zu irgendeinem Amt fahren aber ich stelle fest, dass ich nicht mehr genügend Zeit habe, um rechtzeitig dort anzukommen bevor es schließt. Deshalb steige ich wieder aus und laufe Richtung Theater ans Wasser. Eine Höllenansammlung von Menschen erwartet mich da. Unmengen an Zelten sind aufgestellt so weit das Auge blicken kann.
Bei der Essensausgabe versucht ein kleiner Junge was zu stibitzen. Allerdings hat er keine Chance gegen die Frau die hier alles im Auge hat.
Ich gehe weiter zum Organisationsteam, der Leiter der Aktion hängt am Telefon aber eine andere sehr vollschlanke Person kreuzt auf. Zunächst ist sie sehr nett. Sie erzählt mir von der knappen Versorgungslage und hilft mir wenigstens den Kindern Essen zu beschaffen. Doch dann ist sie auf einmal total high und erzählt mir voller Stolz welches Zeug sie alles nimmt.
Dann ist sie weg und ich befinde mich in einer Art Höhle oder vielleicht ist es auch nur ein geräumiges Zelt. Vor mir steht der religiöse Führer dieser Menschenansammlung. Ich begrüße ihn mit einer tiefen Verneigung, auch wenn ich nicht zu seinen Anhängern gehöre. Allerdings habe ich immense Probleme nach dieser Verneigung wieder aufrecht zu stehen. Mein Gegenüber guckt mich herablassend mit hochgezogenen Brauen an, sagt aber kein Wort.
Dann kommt ein Handlanger und gibt ihm das Zeichen, dass es ‘Zeit’ wird. Der Raum hat zwei Ausgänge: einen hohen breiten, den nur ER benutzen darf und gleich daneben einen etwas kleineren, schmaleren für alle anderen. ER verläßt ohne Blick zurück den Raum. Ich folge ihm durch den zweiten Ausgang. Doch während ich dort hindurch gehen möchte, zieht sich der Durchgang immer mehr zusammen bis ich schließlich auf Händen und Füßen knie und zuletzt gar am Boden liege und versuche mich herauszuwinden. Gerade kann ich mich mit meinen Armen herausziehen bevor der Durchgang ganz zu ist und anschließend wieder genauso harmlos wie zuvor aussieht.
grrr
Da sag noch einer, du und Kafka wären nicht seelenverwandt….