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Zugfahren

Einerseits nehme ich an einem Volleyball-Turnier teil und andererseits befinde ich mich in einer Schule mit Internat. Die Bilder springen immer hin und her.
Zum Ende hin, das Turnier ist vorbei die Schule ist zu Ende. Es ist allgemeine Aufbruchsstimmung.
In der Schule wird noch die Information raus gegeben, dass beim nächsten Mal die Zimmer neu zugeteilt werden. Auf Rückfrage heißt es: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Dann gehen alle zurück in ihr Zimmer um ihre Sachen zusammen zupacken. Beim Turnier ist Siegerehrung und allgemeines Verabschieden.
Ich komme in mein Zimmer, bin so in Gedanken versunken:“Na toll, wer weiß wen ich da wieder ins Zimmer kriege…“ Dabei fällt mir irgendetwas runter. Ich suche es in meiner Tasche, kann es aber nicht finden. Ein Mädel, dass ich sonst nie leiden konnte, und die mich auch nicht mochte, hilft mir netterweise bei der Suche. Mittlerweile ist die Suche auf das ganze Zimmer ausgedehnt und in allen dunklen Ecken kommen mir Spinnen entgegen gekrabbelt. Enttäuscht gebe ich die Suche auf. Mittlerweile ist es auch schon so spät, dass ich mich ganz schön beeilen muß um meinen Zug nicht zu verpassen. Auf dem Weg zum Bahnhof kommen mir lauter Freunde entgegen, die ich teilweise schon lange nicht mehr gesehen habe und die sich auf einmal alle mit mir unterhalten wollen. Ausgerechnet jetzt wo ich so überhaupt gar keine Zeit habe. Deshalb speise ich sie alle kurz ab. Ich bin ein bisschen traurig, dass ich sie so vor den Kopf stoßen muß, aber ein anderer Zug fährt heute nicht mehr.
Anstatt durch den Tunnel nehme ich die Abkürzung und überquere die Strasse direkt. Der Zug steht schon da und mir bleibt nichts anderes übrig als auf das Dach zu springen. Zum Einsteigen ist keine Zeit mehr. Meine Tasche sehe ich nicht mehr, aber ich mache mir auch keine Sorgen, deshalb denke ich, dass sie auch schon irgendwie mitgekommen sein wird.
Ich sitze also oben auf dem Dach des vordersten Wagens. Eigentlich liege ich vielmehr. Das Dach ist auch kein normales Dach sondern eigentlich recht bequem. Allerdings habe ich ganz schön damit zu tun mich festzuhalten, weil der Zug doch recht schnell fährt. Ich lege mich so, dass ich mich mit beiden Händen gut festhalten kann. Das ist wichtig besonders wenn der Zug beschleunigt oder bremst, ansonsten ist die Fahrt eigentlich ganz angenehm. Ich verspüre auch kaum Fahrtwind. Als ich mich umdrehe sehe ich noch eine Menge mehr Menschen oben auf den Dächern der anderen Wagen sitzen. Sie haben ebenfalls ihren Spaß. Ganz hinten sehe ich zwei Schaffner, die die Leute oben ansprechen. Um man kann sehen wie die Leute Wagen für Wagen vom Dach verschwinden. Wohin? Keine Ahnung. Das komische ist, die zwei Schaffner laufen nicht oben aufm Dach entlang sondern neben dem Zug her, obwohl der eigentlich fährt und ich mir auch nicht vorstellen kann worauf sie laufen.
Einer der Schaffner kommt zu mir. Er spricht ein sehr gebrochenes Deutsch. Er ist mir auch nicht böse, dass ich hier oben aufm Dach mitfahre. Er hat eher so eine mitleidige Art an sich. Als wenn er mir gern helfen würde, ihm aber leider die Hände gebunden sind. Er sagt, dass ich hier nicht auf dem Dach mitfahren kann. Das sei schwarzfahren und darüber hinaus gefährlich. Ich sage: „Aber ich hab doch ne Fahrkarte.“ und ziehe sie aus meiner Gesäßtasche um sie ihm zu zeigen. Erklärender füge ich noch hinzu: „Ich sitze nur hier oben, weil ich keine Zeit mehr hatte einzusteigen. Im nächsten Bahnhof werde ich selbstverständlich in das Abteil wechseln“. Er schaut auf die Fahrkarte dann zu mir, ein Lächeln huscht über sein Gesicht als er sagt: „Na dann ist ja alles in Ordnung. Das ist nicht nötig, Sie fahren ja dann nur noch eine Station“.
Trotzdem springe ich im nächsten Bahnhof vom Dach und betrete den Wagen.

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